Der Dezember auf den Kanaren ist kein klassischer Wintermonat, sondern eine milde Reisephase mit viel Sonne, kurzen Schauern und spürbaren Unterschieden zwischen Küste, Norden und Hochlagen. Wer die Reise plant, will vor allem wissen, ob Strandtage realistisch sind, wie warm es wirklich wird und welche Insel sich im Advent am besten anfühlt. Genau darum geht es hier: um das typische Klima, die besten Inseln für unterschiedliche Reisestile und die praktische Frage, was man dafür einpacken sollte.
Im Dezember sind die Kanaren mild, sonnig und je nach Lage überraschend unterschiedlich
- Typisch sind tagsüber etwa 19 bis 23 Grad an den Küsten, nachts oft 14 bis 17 Grad.
- Das Meer liegt meist bei rund 20 Grad und ist für viele noch badetauglich.
- Regen fällt meist kurz und lokal, häufiger im Norden und in höheren Lagen als an den Südküsten.
- Für reine Sonne sind der Süden von Teneriffa und Gran Canaria oft die sicherste Wahl.
- Für Wind, Weite und Wassersport passen Lanzarote und Fuerteventura besonders gut.
- Für Wandern und grüne Landschaften sind La Palma, La Gomera oder die Hochlagen von Teneriffa spannender.
So fühlt sich das Dezemberwetter auf den Kanaren an
Ich würde den Dezember auf den Kanaren als mild, freundlich und sehr lageabhängig beschreiben. Spanien.info ordnet den Winter dort mit rund 20 Grad und seltenem Regen ein, und genau dieses Bild trifft die Reiseentscheidung ziemlich gut: kein Hochsommer, aber auch weit entfernt von mitteleuropäischem Winter.
An den Küsten bewegen sich viele Tage ungefähr zwischen 19 und 23 Grad, auf gut geschützten Südseiten auch etwas darüber. Auf Teneriffa nennt der Tourismus für die Wintermonate an der Küste sogar Werte von etwa 22 bis 26 Grad. Nachts wird es deutlich frischer, meist im Bereich von 14 bis 17 Grad, sodass ein Pullover oder eine leichte Jacke fast immer sinnvoll ist. Das Wasser bleibt mit ungefähr 20 Grad für viele noch gut nutzbar, fühlt sich aber eher frisch als warm an.
Wichtig ist die Dynamik: Die Passatwinde bringen klare Luft und stabile Bedingungen, aber eben auch Unterschiede zwischen Sonnenseite, Nordseite und Höhenlagen. Deshalb kann man an einem Ort im T-Shirt sitzen und nur wenige Kilometer weiter eine Wolkenkante oder kühle Luft spüren. Genau deshalb macht die Insel- und Lagewahl den Unterschied.

Welche Insel sich im Dezember wofür lohnt
Die Kanaren sind kein Einheitsklima. Wer im Dezember reist, sollte nicht nur nach der Insel, sondern nach der konkreten Lage schauen. Südküsten sind meist sonniger und trockener, nordseitige Orte wirken oft grüner, feuchter und etwas wechselhafter.
| Insel oder Lage | Typisches Gefühl im Dezember | Stark für | Worauf ich achten würde |
|---|---|---|---|
| Teneriffa Süd | Sehr mild, oft sonnig, gute Küstenwerte | Strand, Spaziergänge, Allround-Urlaub | Im Norden und in den Bergen kann es deutlich kühler und wolkiger sein |
| Gran Canaria Süd | Stabil, warm, eher trocken | Wintersonne, Stadtbummel, entspannte Resort-Tage | Der Norden ist grüner und oft etwas feuchter |
| Lanzarote | Trocken, klar, oft windig | Vulkanlandschaften, Spaziergänge, aktive Tage | Wind kann die gefühlte Temperatur deutlich senken |
| Fuerteventura | Trocken und sehr offen, mit viel Wind | Strände, Surfen, Kitesurfen, Weite | Für ruhige Badetage ist Windschutz wichtig |
| La Palma, La Gomera, El Hierro | Grüner, wechselhafter, etwas kühler | Wandern, Natur, Aussichtspunkte | Für reinen Strandurlaub sind sie im Dezember nicht die erste Wahl |
Die Tourismus-Seite von Teneriffa macht den Nord-Süd-Kontrast sehr klar: Die Nordseite ist feuchter und wolkiger, der Süden trockener und sonniger. Genau diese Logik gilt im Kern für die ganze Inselgruppe. Wenn ich im Dezember vor allem Verlässlichkeit suche, nehme ich deshalb zuerst den Süden von Teneriffa oder Gran Canaria. Wer Wind mag oder draußen aktiv sein will, ist auf Lanzarote und Fuerteventura oft besser aufgehoben. Das Entscheidende ist am Ende nicht der Inselname, sondern die Frage, ob man Sonne, Wind oder grüne Landschaften priorisiert.
Wer die Aktivität an die Lage anpasst, erlebt den Monat deutlich überzeugender.
Wofür der Dezember stark ist und wo man realistisch bleiben sollte
Der Dezember funktioniert auf den Kanaren besonders gut für Outdoor-Zeit ohne Hitze. Das ist der große Vorteil dieses Monats: Man kann tagsüber sehr viel draußen machen, ohne zu schwitzen, und am Abend bleibt es mild genug für eine Terrasse oder einen Spaziergang am Meer.
Wofür der Monat stark ist
- Spaziergänge an der Küste und leichte Wanderungen in tieferen Lagen
- Stadtbummel in Orten wie Santa Cruz, Las Palmas oder den Urlaubszentren im Süden
- Strandtage, wenn man Sonne und warmen Wind mag
- Wassersport wie SUP, Kajak, Surfen oder Kitesurfen
- Ausflüge in Naturparks, solange die Höhe im Blick bleibt
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Wofür man nicht zu viel erwarten sollte
- Durchgehend sommerliche Badetemperaturen
- Stabile Sonne auf der Nordseite oder in Hochlagen
- Hochgebirgstouren ohne zusätzliche Kleidung
- „Einen“ Wettertyp für die ganze Inselgruppe
Für viele ist das Meer mit etwa 20 Grad noch angenehm genug, gerade wenn man vorher nicht monatelang auf Badewannenwärme eingestellt wurde. Wer aber sehr temperaturempfindlich ist, empfindet das Wasser im Dezember eher als frisch. Außerdem können Wind und Wolken das Gefühl schnell verändern: Ein Tag, der auf dem Papier sonnig aussieht, wirkt am Strand mit stärkerem Passatwind plötzlich deutlich kühler. Genau deshalb plane ich im Dezember auf den Kanaren immer mit einem kleinen Puffer und nicht mit einer einzigen fixen Wetterwette.
Das ist der Punkt, an dem die Packliste entscheidend wird.
So packe ich für die Kanaren im Dezember
Für diesen Monat reicht selten nur Sommerkleidung, aber Winterkram wäre genauso falsch. Ich würde die Garderobe nach dem Prinzip leicht, schichtbar und windtauglich zusammenstellen. An der Küste kann es tagsüber sehr angenehm sein, abends und in der Höhe braucht man aber spürbar mehr Schutz.
- T-Shirts und leichte Oberteile für den Tag
- Ein Pullover oder Hoodie für Abende und windige Stunden
- Eine leichte Wind- oder Regenjacke
- Badesachen, wenn Strand oder Hotelpool geplant sind
- Geschlossene Schuhe für Wanderungen, Promenaden und kühlere Abende
- Falls Teide, Roque de los Muchachos oder andere Höhenziele dabei sind: eine zusätzliche warme Schicht
Ein Detail wird oft unterschätzt: Die Sonne ist im Dezember trotz milder Luft kräftig. Wer lange draußen ist, braucht Sonnenschutz fast genauso wie im Frühling. Ich würde also nicht nur an Temperatur denken, sondern an Wind, Höhe und direkte Sonne. Genau diese drei Faktoren machen den Unterschied zwischen „angenehm mild“ und „unangenehm kühl“ aus.
Und wer zwischen Weihnachten und Jahreswechsel reist, sollte nicht nur an Kleidung denken, sondern auch an Buchungszeitpunkt und Erwartungshaltung.
Wann sich eine Reise im Dezember besonders lohnt
Die ruhigere Phase liegt meist vor Weihnachten. Dann ist das Wetter oft schon sehr brauchbar, die Strände sind weniger voll und die Inseln wirken entspannter. Rund um Weihnachten und Silvester wird es dagegen voller, teurer und auch etwas planungsintensiver. Ich würde für diese Tage früher buchen als für fast jeden anderen Termin im Winter.
Für reine Sonnenziele ist eine Unterkunft an der Südseite fast immer die robustere Wahl. Wer sich dagegen mehr für Natur, Wandern oder wechselnde Landschaften interessiert, kann von einer Mischung profitieren: eine Küstenbasis mit Tagesausflügen in höhere oder grünere Regionen. Das ist praktisch, weil man auf den Kanaren oft in derselben Woche mehrere Mikroklimata erleben kann.
Eine einfache Entscheidungshilfe hilft mir dabei immer wieder:
- Maximale Sonne und einfache Urlaubslogik: Teneriffa Süd oder Gran Canaria Süd
- Wind und aktive Tage: Fuerteventura oder Lanzarote
- Natur und Wandern: La Palma, La Gomera oder die Berge von Teneriffa
Wer das einmal verstanden hat, bucht nicht mehr „die Kanaren“, sondern eine konkrete Wetterlage. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einer guten und einer nur halb passenden Winterreise.
Warum der Dezember auf den Kanaren oft besser funktioniert als viele denken
Der Dezember ist dort kein perfekter Bademonat im südeuropäischen Hochsommer-Sinn, aber ein sehr guter Reisemonat für alle, die milde Luft, viel Draußenzeit und wenig Kälte suchen. Die Kombination aus Sonnenstunden, moderaten Temperaturen und klaren Inselunterschieden macht die Reise flexibel, solange man nicht mit einem Einheitsklima rechnet.
Mein pragmatisches Fazit ist deshalb ziemlich klar: Wer im Dezember Sonne und leichte Kleidung will, wählt die Südseite einer größeren Insel oder eine der trockeneren Inseln. Wer Natur, Bewegung und etwas mehr Abwechslung sucht, findet auf den grünen Inseln und in höheren Lagen die spannendere Reise. Der eigentliche Reiz liegt genau in dieser Bandbreite: Unten fühlt es sich oft wie Frühling an, oben kann es schon deutlich frischer sein. Wer diese Spannung nicht als Risiko, sondern als Vorteil liest, holt aus dem Monat sehr viel heraus.
Für eine entspannte Planung reicht am Ende oft eine einzige Regel: Seite, Höhe und Wind sind wichtiger als der Kalendermonat. Wer das bei der Buchung mitdenkt, trifft im Dezember auf den Kanaren meist eine ziemlich gute Entscheidung.
